Kapitel 2   –   Marienfels zur Zeit der Römer

Abschnitt 4   –   Erster Grenzverlauf bei Marienfels



Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ging der erste Grenzverlauf, indem er die Höhe zwischen Geisig und Dornholzhausen verließ, an Geisig vorbei, flankierte den alten Fahrweg nach Marienfels bis zur Steinhell und benutzte dann den Mühlbach bis zum Sauerbrunnen. Hier bog er ab über den Käsberg, durch den Gemeindewald in Richtung Hunzel.

Nachgewiesen werden kann dieser erste Grenzverlauf durch Mulden längs der alten Straße nach Geisig, in der Flur Hahnstätten vor dem Sportplatz, wo der Weg durch eine Senke ging, die 1967 mit den Mauern der abgerissenen Pfarrscheune aufgefüllt wurde. Bei Trockenheit, besonders im Frühjahr, konnte man den Graben noch als dunklen Streifen einwandfrei über den Käsberg hoch erkennen. Ebenfalls war beim Anschneiden der Böschung am Berger Weg, dort wo das Kruzifix steht, der Einschnitt noch gut sichtbar. Hier war er mit reichlich Scherben durchsetzt. Im Wald ist der Graben noch gut konserviert und läßt sich leicht bis zum Waldrand nach Hunzel verfolgen.


Karte


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